COMPACT 6/2022: Grüne im Krieg

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Noch im Wahlkampf zu den Bundestagswahlen im September 2021 hatten die Grünen versprochen: «Keine Waffen und Rüstungsgüter in Kriegsgebiete.»
Nur ein halbes Jahr später ist alles anders. Putins Russland habe die Ukraine angegriffen. Grundlos. Und deshalb gelten jetzt keine Regeln mehr. Waffenlieferungen in Kriegsgebiete und das Zündeln mit dem Weltkrieg sind für die ehemalige Anti-Kriegspartei jetzt auf der Tagesordnung. Kein Superlativ ist dieser Nachwuchspartei zu hoch. Denn «es wäre der erste Weltkrieg, bei dem unser Land auf der richtigen Seite stünde», schrieb Moritz Gathmann, Chefreporter des Magazins Cicero und Annalena Baerbocks vielleicht größter Fan.

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Titelthema
Die Grünen im Krieg: Wie sie lernten, die Bombe zu lieben
Nie wieder Krieg ohne uns: Die Grünen und die Eliten
Der grüne Berserker: Anton Hofreiter im Angriffsmodus
Am Ende der Druschba: Schwedt ohne russisches Öl
Die Dicke Bertha: Grünen-Chefin Ricarda Lang

Politik
Amateure im Tiefflug: Liz Truss und das neue Empire
Der Hass auf den Osten: Die Wurzeln der Russophobie
Die AfD im Krieg – kaputt? Streitgespräch: Russland als Scheidepunkt
Die Spur des Geldes: Wie die Amis die Ukraine kaufen wollten
Die RoboCops von Shanghai: Zum chinesischen Brutalo-Lockdown
Pac-Man lebt in unserem Körper: Nano-Roboter melden Einsatzbereitschaft
Kampf ums Geschlecht: Alice Schwarzers neue Streitschrift

Dossier: Die Russland-Prophezeiungen
Nostradamus und das Jahr 2022: Brennende Fische im Schwarzen Meer
Der Seher aus Oberbayern: Alois Irlmaiers böse Vorahnung
Ein Putin-Komplott im Vatikan? Das dritte Geheimnis von Fatima
«Zukünftige Ströme von Blut» Rudolf Steiner über Eurasien

Leben
Krieg der Schatten: Ein neuer und ein alter Spionagefilm
Eisenstein in Berlin: Russisch-deutsches Cinema
Der Frosch und die Schlange: Fernöstliche Dämonen und Götter
Der Bruderkrieg: Arminius gegen Marbod

Kolumnen
Hartlages BRD-Sprech _ Oligarchen
Janichs Welt _ Musk und die Freimaurer
Sellners Revolution _ Lenins Lektionen

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    Der Blackout droht! Mit den Russland-Sanktionen schädigt sich Deutschland selbst mehr als das rohstoffreiche Riesenland im Osten. Selbst Wirtschaftsminister Habeck sah Mitte März angesichts eines Gas-Embargos gegen Russland in den Abgrund: „Wenn man jetzt den Schalter umlegt, wird es in Deutschland zu Lieferengpässen, Massenarbeitslosigkeit und Armut kommen; zu Menschen, die ihre Wohnung nicht mehr beheizen können; zu Menschen, die kein Benzin mehr haben.“ Er sah in den Abgrund – und marschierte munter weiter.

    Während in der Politik Nicht-Ökonomen wie Habeck oder Vertrauensleute der Finanzoligarchie wie Olaf „Warburg“ Scholz den Ton angeben, flehen Verantwortliche in der Industrie um Kursänderung. „Wollen wir sehenden Auges unsere gesamte Volkswirtschaft zerstören? Das, was wir über Jahrzehnte hinweg aufgebaut haben?“, mahnte BASF-Chef Brudermüller Anfang April. Ein Abbruch russischer Öl- und Gasimporte könne „die deutsche Volkswirtschaft in ihre schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs bringen“.

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